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Eva Herman
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Eva Herman (bĂŒrgerlich Eva Bischoff, geborene Feldker; * 9. November 1958 in Emden) ist eine deutsche Autorin und ehemalige Fernsehmoderatorin. Sie war von 1988 bis 2006 Nachrichtensprecherin der Tagesschau (ARD) und moderierte bis September 2007 verschiedene Fernsehsendungen fĂŒr den Norddeutschen Rundfunk (NDR). Als Publizistin tritt sie durch rechtspopulistische und verschwörungstheoretische Thesen in Erscheinung.

Contents

‱ Leben
‱ Privates
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Leben

Kindheit und Ausbildung

Herman wurde als Eva Feldker und Tochter eines Hotelier-Ehepaars geboren. Sie wuchs mit einem Bruder und einer Schwester in Herzberg am Harz auf.cite-ref-1[1] Ihr Vater starb, als sie sechs Jahre alt war. Nach der Mittleren Reife absolvierte sie in Braunlage, Timmendorfer Strand und der Schweiz eine Berufsausbildung zur Hotelkauffrau.

TĂ€tigkeiten fĂŒr Hörfunk und Fernsehen

Beim Bayerischen Rundfunk in MĂŒnchen wurde Herman von 1983 bis 1986 zur Journalistin, bis 1988 zur Fernsehsprecherin ausgebildet. WĂ€hrenddessen moderierte sie fĂŒr den Hörfunksender Bayern 3 unter anderem die Sendungen Radiokantine, Hitkiste, Vormittagsprogramm, ARD-Nachtprogramm und Rushhour mit ihrem damaligen Chef Thomas Gottschalk. Gleichzeitig ĂŒbernahm sie im Bayerischen Fernsehen die Moderation von Nachrichten- und Unterhaltungssendungen, zum Beispiel BR-unterwegs und Der heiße Draht. 1988 wechselte sie zum NDR nach Hamburg, dort moderierte sie zunĂ€chst beim Radiosender NDR 2 die Sendestrecken Am Vormittag, Plattenkiste und Traumhaft. Nach einem Casting durch Werner Veigel wurde sie ins Team der Tagesschau aufgenommen und sprach ihre erste Sendung im August 1988.

Daneben war Herman regelmĂ€ĂŸig in Unterhaltungs- und Talkshows zu sehen. Von 1991 bis 1995 fĂŒhrte sie durch die monatliche Schlagerparade der Volksmusik und prĂ€sentierte die ARD-Sendungen Chorgala (1994–1995), Stars (1995–1998) und die Spenden-Gala Ein Herz fĂŒr Kinder (1996–1997). Weiter fĂŒhrte sie durch die ARD-Berichterstattung ĂŒber die Internationale Funkausstellung Berlin (1993, 1995, 1997) und ĂŒber die Kieler Woche (1995–2004). Von 1995 bis 1999 moderierte sie im NDR-Fernsehen regelmĂ€ĂŸig das norddeutsche Regionalmagazin DAS!. Am 17. Januar 1997 war sie erstmals zusammen mit ihrer Kollegin Bettina Tietjen Gastgeberin bei der „Talk-Illustrierten“ StargeflĂŒster. Daraus entwickelte sich im Mai 1999 die Talkshow Herman und Tietjen.cite-ref-2[2] Ab Dezember 2000 moderierte sie die NDR-Quizsendung Wer hat’s gesehen? und ab Februar 2003 die Talentshow der ARD-Fernsehlotterie Deutschlands Talente.cite-ref-3[3] Nebenbei arbeitete Herman auch fĂŒr den Pharmakonzern Hoffmann-La Roche und dessen bundesweite Kampagne Durch die Brust ins Herz.

2003 galt Herman nach einer Emnid-Umfrage als „beliebteste Moderatorin Deutschlands“.cite-ref-4[4]

Ihre letzte Tagesschau sprach Herman am 24. August 2006. Sie teilte dem NDR mit, sie wolle ihre Arbeit als Nachrichtensprecherin wegen ihrer TĂ€tigkeit als Buchautorin und der erwarteten Kontroverse um ihre neue Veröffentlichung fĂŒr zwei Jahre ruhen lassen.cite-ref-5[5]

Am 9. September 2007 entließ der NDR sie aufgrund ihrer AutorentĂ€tigkeit.cite-ref-6[6]cite-ref-7[7]

AktivitÀten seit 2009

Herman setzt sich weiter fĂŒr konservative Familienpolitik ein. So trat sie beispielsweise am 16. Mai 2009 bei der Auftaktveranstaltung zur Europawahlkampagne der AUF – Partei fĂŒr Arbeit, Umwelt und Familie auf und sagte dort: „Wir sind eine Gesellschaft der Schrumpfung geworden, wir sind Schrumpfgermanen“.cite-ref-8[8] Seit Juni 2009 moderiert sie fĂŒr das Web-TV des Internetportals familyfair und fĂŒr K-TV.cite-ref-9[9] Am 17. Juli 2009 referierte sie in der Alten Oper in Erfurt beim Symposium Familie unter Druck ĂŒber die Liebe und Bindung als Fundament mĂŒtterlicher Beziehung.

Nach der Kontroverse von 2009 begann Herman Artikel fĂŒr die Webseite des Kopp Verlags zu schreiben, der auch BĂŒcher von ihr herausgibt. Der Verlag veröffentlicht und vertreibt u. a. rechtsesoterische, grenz- und pseudowissenschaftliche, verschwörungstheoretische sowie rechtspopulistische und rechtsextreme Titel. Ab 2010 arbeitete sie als Sprecherin und Kommentatorin fĂŒr dessen Internetnachrichten.cite-ref-10[10] Ende 2011 wurde die Sendung eingestellt. Daneben wirbt Herman auf ihrem Telegram-Kanal fĂŒr Kopp-Produkte wie Jodtabletten, mobile Gasheizungen oder – wie Anfang 2020 – fĂŒr ein Buch ĂŒber die Selbstbehandlung mit Chlordioxid, vor der von Experten wegen erheblicher Gesundheitsgefahren gewarnt wird.cite-ref-11[11]

Am 25. Juli 2010 kommentierte Herman fĂŒr den Kopp Verlag das UnglĂŒck bei der Loveparade 2010, bei dem am Vortag 21 Personen gestorben waren. Sie kritisierte die Loveparade als „Sodom und Gomorra mit katastrophalen Folgen“ und als „riesige Drogen-, Alkohol- und Sexorgie“, die den „kulturellen und geistigen Absturz einer ganzen Gesellschaft“ symbolisiere. DafĂŒr machte sie die 68er-Bewegung verantwortlich und vermutete: „Eventuell haben hier ja auch ganz andere MĂ€chte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen! Grauenhaft allerdings, dass es erst zu einem solchen UnglĂŒck kommen musste.“cite-ref-12[12] Diese Aussage interpretierten und kritisierten einige Kommentatoren als Andeutung einer Strafe Gottes, also einer Schuldzuweisung an Opfer und Besucher.cite-ref-13[13]

2012 meldete Herman Privatinsolvenz an, nachdem sie hohe Verluste bei Investitionen in Bauherrenmodelle in Leipzig erlitten hatte.cite-ref-14[14]

2013 war Herman gemeinsam mit Thilo Sarrazin und Peter Scholl-Latour als Hauptrednerin einer Konferenz zur Frage „Werden Europas Völker abgeschafft? Familienfeindlichkeit, Geburtenabsturz und sexuelle Umerziehung“ vorgesehen. Laut AnkĂŒndigung des veranstaltenden rechtspopulistischen Magazins Compact sollten vor allem Hermans Anliegen im Mittelpunkt stehen.cite-ref-15[15] Herman sagte ihre Teilnahme aus Sorge um ihre Sicherheit und um die Reaktion der Medien kurzfristig ab, wandte sich aber in einer Audiobotschaft an die Konferenzteilnehmer und verglich die bundesdeutsche Familienpolitik mit der Margot Honeckers.cite-ref-16[16]

Seit 2014 kommentiert Herman verschiedene Themen fĂŒr russische Medien, etwa das staatliche Presseorgan Stimme Russlandscite-ref-17[17] und den russischen Staatssender RT Deutsch.cite-ref-18[18] Sie warf westlichen Massenmedien auf Andreas Popps Wissensmanufaktur 2014 Kriegstreiberei gegen Russland vor und rief deren Journalisten zu einem „LĂŒgenstreik“ und Wechsel zu „alternativen Medien“ auf.cite-ref-19[19] In einem Aufsatz vom 31. August 2015 dort vertrat sie die Verschwörungstheorie, „eine bestimmte Gruppe von Machtmenschen des globalen Finanzsystems“ stecke hinter der FlĂŒchtlingskrise in Europa 2015, die dadurch die Tradition des „christlichen Abendlandes“ zerstören wollten: Europa werde „geflutet mit Afrikanern und Orientalen. Unsere alte Kraft, unsere christliche Kultur, Glaube und Tradition, werden zerstört“. Der „gleichmachende Euro“ sei dafĂŒr ein „Vorbereitungs-Instrument“ gewesen. Auch die TerroranschlĂ€ge am 11. September 2001 seien ein „Trick“ gewesen, jedoch glaube „immer noch mehr als die HĂ€lfte der Menschen auf der Welt an diesen Humbug“.cite-ref-20[20]

Herman gehörte zu den Erstunterzeichnern der von Vera Lengsfeld ausgegangenen Initiative „Gemeinsame ErklĂ€rung 2018“. In deren Wortlaut wird eine BeschĂ€digung Deutschlands durch „illegale Masseneinwanderung“ behauptet und SolidaritĂ€t mit friedlichen Demonstranten bekundet, welche fĂŒr eine Wiederherstellung der „rechtsstaatlichen Ordnung an den Grenzen unseres Landes“ demonstrieren. Neben Herman unterzeichneten unter anderen Thilo Sarrazin, Matthias Matussek, Uwe Tellkamp und Henryk M. Broder die ErklĂ€rung.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]

Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks verbreitet Herman ihr „geschichtsrevisionistisches Denken“ vorwiegend ĂŒber YouTube und Telegram. Damit stehe sie „fĂŒr einen Trend innerhalb der Szene: Weg von Facebook, hin zu Telegram“. Der Messengerdienst habe sich in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Facebook-Alternative und seit Beginn der COVID-19-Pandemie zu einem der wichtigsten Verbreitungswege fĂŒr Falschbehauptungen ĂŒber SARS-CoV-2 entwickelt. Herman erreiche ĂŒber Telegram 180.000 Follower (Stand: 22. Juni 2021) und teile dort vor allem Meldungen aus dem „Spektrum der ‚Alternativen Medien‘“ wie Behauptungen ĂŒber eine angebliche „Neue Weltordnung“, ein „Verschwörungsmythos, demzufolge die MachtĂŒbernahme einer globalen Elite bevorsteht“. Seit MĂ€rz 2020 kritisiere Herman vor allem die Arbeit der Weltgesundheitsorganisation sowie die globalen Anstrengungen, einen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 zu finden, „als autoritĂ€re, unterdrĂŒckerische Maßnahme [
], ĂŒber die gesamte Weltbevölkerung zu herrschen“. Außerdem befĂŒrchtet Herman Überwachung durch die Abschaffung des Bargeldes, da durch die Corona-Pandemie bargeldloses Bezahlen wichtiger wird.cite-ref-23[23]

Nach einer weiteren Recherche des Bayerischen Rundfunks fĂŒr den Weltspiegel wird Eva Herman als entscheidende Hasstreiberin gegen Lisa-Maria Kellermayr identifiziert. In dem Weltspiegel-Beitrag wird belegt, dass Herman auf Telegram einen Hetzartikel des Wochenblick ĂŒber die Corona-Impfungen in der Praxis der Ärztin verbreitete (siehe ab 4:57 min). Durch die nachfolgende Flut an Morddrohungen (ab 5:15) wurde die österreichische Ärztin in den Suizid getrieben.cite-ref-24[24]

Nach der Annexion der Krim durch Russland schrieb Herman 2014 in einem Beitrag fĂŒr die Stimme Russlands, warum „der Westen es immer wieder gezielt auf Provokationen an[lege]“ und was „eigentlich noch passieren“ mĂŒsse, bis „Wladimir Putin der Kragen platzt“. Zudem stellte sie die Frage: „Wir pfeifen immer noch die schiefen Noten der Onkel-Sam-Leute mit, obwohl die so weit weg sind. Die Russen, die uns viel nĂ€her sind, verteufeln wir in vorauseilendem Gehorsam. Warum bloß?“cite-ref-25[25]

Auf Popps wissensmanufaktur.net schrieb Herman im Oktober 2020 in einem Text mit dem Titel „Einwanderungs-Chaos: Was ist der Plan?“ vom „finanzsystemgesteuerten EU-Kraken“. Der Amerikanist Michael Butter warf ihr daraufhin vor, damit eine „eindeutig antisemitisch konnotiert[e“ Metapher verwendet zu haben: Das Bild des Kraken, dessen Tentakel die Welt umspannen, schließe an die NS-Propaganda an und sei eine Chiffre, um auf die Existenz einer angeblichen jĂŒdischen Weltverschwörung hinzuweisen.cite-ref-26[26]

Der Spiegel berichtete im Juli 2020, dass Herman gemeinsam mit ihrem LebensgefĂ€hrten Andreas Poppcite-ref-tagesschau-27-0[27] und Frank Eckhardt auf der kanadischen Insel Cape Breton eine Kolonie mit hunderten deutscher Rechtsradikaler und Verschwörungstheoretiker aufbaue.cite-ref-n-tv-929930-28-0[28] Dazu werde auf ihrem dortigen SeminargelĂ€nde „Wissensmanufaktur“ mehrmals im Jahr den Teilnehmern ĂŒberteuerte GrundstĂŒcke angeboten, „rechtes Gedankengut“ vermittelt und fĂŒr Einwanderung geworben,cite-ref-tagesschau-27-1[27] u. a. durch Warnungen vor einem „zu erwartenden Blackout“ und eine „Invasion von der arabischen Seite“.cite-ref-tagesschau-27-2[27]

Herman und Popp bestreiten ihre Beteiligung an dem Projektcite-ref-29[29] und erklĂ€rten, mit Frank Eckhardt nichts zu tun zu haben, dass Popp „seit 15 Jahren keinen Kontakt“ zu ihm habe und Herman „diesen Mann ĂŒberhaupt nicht kenne“. „Sie hĂ€tten außerdem niemanden aufgefordert, GrundstĂŒcke zu kaufen, sondern nur Seminare veranstaltet. Gegen den Bericht wolle man juristisch vorgehen.“cite-ref-30[30]

Privates

Eva Herman war viermal verheiratet. 1981 heiratete sie den AutohĂ€ndler Werner Herrmann, dessen Familiennamen sie annahm und auch nach der Scheidung 1988 (spĂ€ter als KĂŒnstlernamen) weiterfĂŒhrte.cite-ref-31[31] 1989 heiratete sie den Fernsehjournalisten Horst-Wolfgang Bremke,cite-ref-32[32] der unter anderem wie sie beim NDR arbeitete, etwa als Vertretung in der NDR Talk Show. Die Ehe wurde 1992 geschieden. Von 1991 bis 1994 war sie mit dem Moderator Uwe Bahn (NDR 2) liiert.cite-ref-33[33] 1995 heiratete sie den NDR-Produzenten und Regisseur Tom Ockers. 1997 wurde ihr gemeinsamer Sohn geboren. 2002 erfolgte die Scheidung. 2005 heiratete sie den zehn Jahre jĂŒngeren BĂ€cker, Konditor und PĂ€chter des Strandhotels in Hamburg-Blankenese, Michael Bischoff,cite-ref-34[34]cite-ref-35[35] von dem sie 2015 geschieden wurde.cite-ref-36[36] Sie ist mit Andreas Popp liiert, dem Betreiber der Website Wissensmanufaktur,cite-ref-37[37] die insbesondere rechtsgerichtete Verschwörungstheorien verbreitet.cite-ref-tagesschau-27-3[27]cite-ref-38[38]

Kontroversen

Ab 2006 fĂŒhrten einige Aussagen Hermans zum SelbstverstĂ€ndnis von Frauen, ĂŒber Geschlechterrollen und Familienpolitik in ihren BĂŒchern und Medien zu öffentlichen Kontroversen und 2007 schließlich zur Beendigung der Zusammenarbeit durch den NDR.

„Das Eva-Prinzip“ und NachfolgebĂŒcher

Zuerst im Magazin Cicerocite-ref-39[39] und dann in ihrem Buch Das Eva-Prinzip (2006) machte Herman den Feminismus fĂŒr aus ihrer Sicht unvertretbare Rollenanforderungen an Frauen verantwortlich. Dies habe niedrige deutsche Geburtenraten bewirkt; deshalb drohe ein Aussterben der Deutschen. Ihre Kernthesen wurden von Alice Schwarzer, Thea Dorn, der frĂŒheren Familienministerin Renate Schmidt, der Entertainerin DĂ©sirĂ©e Nickcite-ref-40[40] und anderen scharf kritisiert. Thomas Steinfeld (SZ) kritisierte Hermans These, die Frauenemanzipation habe die Frauen nicht glĂŒcklich gemacht, als BanalitĂ€t, und den Lösungsvorschlag als irreales, ĂŒberholtes und unwiederbringliches Bild des „bĂŒrgerlichen Haushalts wĂ€hrend der fĂŒnfziger und sechziger Jahre“.cite-ref-41[41] Eberhard Rathgeb (FAZ) kritisierte, dass Herman die Änderung von Geschlechterrollen biologisch statt ökonomisch begrĂŒnde und die Frauen in eine herkömmliche Mutter- und Heim-Rolle zurĂŒckdrĂ€ngen wolle, die sie selbst zudem nicht gelebt habe.cite-ref-42[42]

Herman veröffentlichte noch 2006 einen Nachfolgeband Liebe Eva Herman: Briefe an die Autorin des Eva-Prinzips. Dessen Erlöse sollten dem Verein Familiennetzwerk zukommen, in dem sie Mitglied war. In ihrem Buch Das Prinzip Arche Noah (2007) beklagte sie einen „Zersetzungsprozess“ von Familien in Deutschland und warb erneut fĂŒr ein traditionelles RollenverstĂ€ndnis von Mann und Frau.cite-ref-43[43]

Aussage zur NS-Zeit und deren Folgen

Am 6. September 2007 stellte Herman vor etwa 30 Journalisten ihr Buch Das Prinzip Arche Noah vor und sagte dabei:cite-ref-44[44]

„Wir mĂŒssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und mĂŒssen auch ’ne Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir mĂŒssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschĂ€tzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er-Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68ern wurde damals praktisch alles das – alles, was wir an Werten hatten – [
]; es war ’ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefĂ€hrlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben gefĂŒhrt hat, das wissen wir alle. Aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind MĂŒtter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben [
]“

Die Kommentatorin Barbara Möller schrieb am 7. September 2007 im Hamburger Abendblatt, Herman habe die NS-Familienpolitik positiv bewertet:cite-ref-45[45]

„In diesem Zusammenhang machte die Autorin einen Schlenker zum Dritten Reich, da sei vieles sehr schlecht gewesen, z. B. Adolf Hitler, aber einiges eben auch sehr gut, z. B. die WertschĂ€tzung der Mutter, die hĂ€tten die 68er abgeschafft, und deshalb habe man nun den gesellschaftlichen Salat.“

Dieser Deutung folgten weitere Medien. Die Bild am Sonntag zitierte Hermans Aussage am 9. September 2007 unter dem Titel „Eva Herman lobt Hitlers Familienpolitik“ so:cite-ref-46[46]

„Es war eine grausame Zeit, er war ein völlig durchgeknallter, hochgefĂ€hrlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben gefĂŒhrt hat, das wissen wir alle. Aber es ist eben das, was gut war, das sind Werte, Kinder, MĂŒtter, Familie, Zusammenhalt – das wurde abgeschafft, es durfte nichts mehr stehen bleiben.“

Ein Kommentar in der FAZ zitierte eine ErlÀuterung Hermans dazu:cite-ref-47[47]

„Was ich zum Ausdruck bringen wollte, war, dass Werte, die ja auch vor dem Dritten Reich existiert haben, wie Familie, Kinder und das Mutterdasein, die auch im Dritten Reich gefördert wurden, anschließend durch die 68er abgeschafft wurden.“

In derselben Ausgabe kritisierte die NDR-RundfunkrĂ€tin Sara-Ruth Schumann Herman: Sie erwarte von einer „intelligenten Moderatorin“, „dass sie sauber formuliert.“ Michael FĂŒrst, Mitglied im NDR-Verwaltungsrat, erklĂ€rte: „Wenn sie diesen verquasten Unsinn so gesagt hat, spricht das fĂŒr ein sehr schlichtes GemĂŒt und ist historisch unverantwortlich.“cite-ref-48[48]

Nach Angaben des NDR bestĂ€tigte Herman am 9. September 2007 telefonisch ihre ErlĂ€uterung in der Bild am Sonntag gegenĂŒber NDR-Programmdirektor Volker Herres.cite-ref-49[49] Herres beendete daraufhin die Zusammenarbeit des NDR mit ihr und begrĂŒndete dies öffentlich so: Hermans schriftstellerische TĂ€tigkeit sei nicht lĂ€nger mit ihrer Rolle als Fernsehmoderatorin vereinbar. Sie fĂŒhre einen „Mutterkreuzzug“, dessen polarisierende Wirkung die von ihr moderierten Sendungen negativ beeinflusse. Nach einem geplanten Auftritt Hermans bei einer Unterorganisation der rechtspopulistischen FPÖ im MĂ€rz 2007 habe der NDR sie ermahnt, alles zu unterlassen, was „ihr öffentliches Bild als Talk-Moderatorin und damit auch das des NDR“ beschĂ€digen könne.cite-ref-50[50] Doch Herman habe am 5. September 2007 auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin die Kirchen dazu aufgefordert, öfter in Talkshows zum „Auftrag von Mann und Frau“ Stellung zu nehmen.cite-ref-51[51]

Am 10. September 2007 sendete der WDR einen Audiomitschnitt der Originalaussage Hermans. Der Verleger Christian Strasser vom damaligen Pendo Verlag, Herausgeber des damaligen Hermanbuchs, bedauerte „MissverstĂ€ndnisse“ und „Vorverurteilungen“ von Hermans Aussagen. Sie habe die NS-Ideologie in keiner Weise verharmlosen oder gar gutheißen wollen, sondern lehne Rassismus, Rechtsradikalismus und jede Art der Diskriminierung ab.cite-ref-52[52]

Am 11. September 2007 erklĂ€rte Herman in der Bild-Zeitung, sie entschuldige sich fĂŒr ihre Aussagen zur NS-Zeit, wenn sie damit die GefĂŒhle von Menschen, besonders von NS-Opfern und deren Angehörigen, verletzt habe. Zugleich bekrĂ€ftigte sie, dass sie die NS-Familienpolitik nicht gelobt habe und dies falsch dargestellt worden sei.cite-ref-53[53] Am selben Tag wurde Herman aus der Sendung Johannes B. Kerner, in welcher sie ihr Buch vorstellen sollte, ausgeladen.cite-ref-54[54]

In einer PresseerklĂ€rung vom 14. September 2007 konkretisierte Herman diesen Vorwurf: Sie habe das NS-Regime bei der Buchvorstellung abgelehnt, in frĂŒheren ihrer BĂŒcher vor ideologischem Missbrauch familiĂ€rer Werte gewarnt und 2005 bei der Aktion „Laut gegen Nazis“ mitgewirkt. Ihre Aussageabsicht sei gewesen, dass die 68er die in der NS-Zeit missbrauchten Familienwerte bei der „notwendigen Entnazifizierung“ weitgehend geopfert hĂ€tten. Drei Tage zuvor hatte der Leiter von „Laut gegen Nazis“, Jörn Menge, sich von Hermans Ansichten distanziert, ihr vorgeworfen, damit „neues rechtsextremes Gedankengut“ zu legitimieren, und sie aufgefordert, den Link auf die Aktion von ihrer Homepage zu entfernen.cite-ref-55[55]

Neben einem angekĂŒndigten fristgerechten Auslaufen ihres Vertrages erklĂ€rte der NDR am 18. September eine außerordentliche KĂŒndigung mit sofortiger Wirkung. Am 25. September kĂŒndigte der NDR zudem ein etwaiges ArbeitsverhĂ€ltnis mit Herman zum 31. Dezember 2007.cite-ref-lag-hamburg-3-sa-58-08-56-0[56]

Herman hatte am 9. September gegenĂŒber der Bild am Sonntag erklĂ€rt: „Es geht nicht um Hitlers Werte, sondern um menschliche Grundwerte, die im ,Dritten Reich‘ missbraucht und spĂ€ter abgeschafft wurden.“cite-ref-57[57] Am 12. September 2007 gab sie den Text ihrer Originalaussage auf ihrer Homepage bekannt und erklĂ€rte deren verbreitete Deutung damit, dass man einen Satzteil absichtlich auf die NS-Zeit bezogen und die Gesamtaussage in ihr Gegenteil verkehrt habe.cite-ref-58[58] So wies sie zurĂŒck, dass sie ihre Aussage missverstĂ€ndlich formuliert hĂ€tte. Zudem wies sie zurĂŒck, dass sie das angebliche Zitat des Hamburger Abendblatts gegenĂŒber dem NDR bestĂ€tigt habe. Dieser hatte seine KĂŒndigung jedoch mit ihrer ErlĂ€uterung in der Bild am Sonntag begrĂŒndet.cite-ref-59[59]

Am 28. September 2007 erklĂ€rte Herman, sie sei lebenslang Nazigegnerin gewesen, und bezeichnete Medienberichte ĂŒber ihre Aussagen als „Rufmordkampagne“ und als „vorsĂ€tzliches Liquidieren durch eine zum Teil gleichgeschaltete Presse.“cite-ref-60[60] Diese Wortwahl kritisierte wiederum das Nachrichtenmagazin Der Spiegel als RĂŒckgriff auf die Sprache des Nationalsozialismus.cite-ref-61[61]

Herman Ă€ußerte sich wiederholt öffentlich zu ihrem christlichen Glauben.cite-ref-62[62] Beim Forum Deutscher Katholiken in Fulda am 6. Oktober 2007 hielt sie einen Vortrag und fand Zustimmung fĂŒr ihre Aussagen zu Geschlechterrollen in Ehe und Familie.cite-ref-63[63] Der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) hatte Hermans Auftritt abgelehnt und trat aus Protest gegen Hermans Rede als Schirmherr des Forums zurĂŒck.cite-ref-64[64] Der Zentralrat der Juden in Deutschland protestierte ebenfalls gegen Hermans Auftritt.cite-ref-65[65]

Am 9. Oktober 2007 war Herman neben Senta Berger, Margarethe Schreinemakers und Mario Barth Gast in der Talkshow Johannes B. Kerners zum Thema Geschlechterrollen. Dort behandelten Kerner und der als Experte eingeladene Historiker Wolfgang Wippermann vor allem ihre umstrittenen Aussagen. WĂ€hrend der Sendung hatte sie ihre kontroverse Aussage ĂŒber die NS-Familienpolitik verteidigt. Auf Kerners Frage „WĂŒrdest du das alles heute wieder machen und sagen?“ antwortete sie mit:

„Ich könnte jetzt sagen, ich wĂŒrde es wieder so sagen und machen, aber natĂŒrlich wird man durch solche Dinge – durch solche VorfĂ€lle – vorsichtiger. Ich muss einfach lernen, dass man ĂŒber den Verlauf unserer Geschichte nicht sprechen kann, ohne in Gefahr zu geraten.“

Diese und weitere den Nationalsozialismus relativierenden Aussagen im Verlauf der Sendung, wie der Vorwurf der „gelenkten Presse“ und die Glorifizierung des NS-Regimes als „Erbauer der Autobahn“, fĂŒhrten dazu, dass Kerner Herman nach 53 Minuten dazu aufforderte, die Sendung zu verlassen.cite-ref-66[66]cite-ref-67[67]cite-ref-68[68] Diese hatte mit 2,65 Millionen (18,1 %) Zuschauern die bis dahin höchste Einschaltquote des Jahres 2007.cite-ref-69[69] Sie löste eine breite öffentliche Diskussion aus, die sich in hunderttausenden Abrufen des Sendemitschnitts, zehntausenden Zuschriften an das ZDF und an viele Tageszeitungen sowie vielen neuen, zum Thema eingerichteten Foren und Blogs im Internet zeigte.cite-ref-70[70]

Beifall und UnterstĂŒtzung fand Herman derweil im rechten politischen Spektrum. Nach ihrer Entlassung durch den NDR erklĂ€rte der Ring Nationaler Frauen, die Frauenorganisation der rechtsextremen NPD, man sehe eine „nahezu hundertprozentige Übereinstimmung“ zwischen den eigenen Positionen zu Geschlechterrollen und denen Hermans.cite-ref-71[71] Nach der Kerner-Talkshow erklĂ€rte die Deutsche Zentrumspartei in Hamburg Herman zur „Traumkandidatin fĂŒr die BĂŒrgerschaft“, und die Deutsche Volksunion (DVU) plante fĂŒr den 11. Oktober 2007 in Hamburg eine Demonstration fĂŒr „Meinungsfreiheit fĂŒr Eva Herman“. Herman forderte ĂŒber ihre AnwĂ€lte eine UnterlassungserklĂ€rung von der DVU.cite-ref-72[72] Hamburger Ratsvertreter verhinderten die Demonstration.cite-ref-73[73]

Nach dem Auftritt bei Kerner kĂŒndigte Herman an, vorerst nicht mehr in weiteren Talkshows aufzutreten und keine Interviews zu geben. So wurde ein Auftritt in der Sendung Leben Live kurzfristig abgesagt.cite-ref-74[74]

Gerichtsurteile

Herman klagte ab 4. Oktober 2007 gegen ihre KĂŒndigung bzw. die Vertragsbeendigung durch den NDR und verlangte Schadensersatz. Sie beanspruchte den fĂŒr Arbeitnehmer geltenden KĂŒndigungsschutz. Das Arbeitsgericht Hamburg stufte Herman aber rechtlich nicht als Arbeitnehmerin ein und wies ihre Klage insgesamt ab. Auch in der Berufung vor dem Landesarbeitsgericht Hamburg, bei der Herman nur noch gegen die KĂŒndigung, aber nicht mehr auf Schadensersatz klagte, unterlag sie.cite-ref-lag-hamburg-3-sa-58-08-56-1[56] Die Revision wurde nicht zugelassen. Hermans Beschwerde gegen die Nicht-Zulassung wies das Bundesarbeitsgericht zurĂŒck.cite-ref-75[75]

Nach einem von Herman erwirkten Gerichtsurteil darf die Deutsche Presse-Agentur nicht mehr behaupten, sie habe gesagt, „wenn man nicht ĂŒber Familienwerte der Nazis reden dĂŒrfe, könne man auch nicht ĂŒber die Autobahnen sprechen, die damals gebaut wurden“.cite-ref-76[76] Das ZDF hat sich nach einer Abmahnung durch Hermans AnwĂ€lte durch eine strafbewehrte UnterlassungserklĂ€rung gegenĂŒber Herman verpflichtet, einen Teil des JahresrĂŒckblicks 2007, in dem Herman ebenfalls verkĂŒrzte und sinnverĂ€ndernde Aussagen zugeschrieben worden seien, nicht mehr zu verbreiten oder verbreiten zu lassen.

Im Januar 2009 gewann Herman in erster Instanz vor dem Landgericht Köln zwei Prozesse gegen die Axel Springer AG, deren Medien im September 2007 ĂŒber ihre Aussagen berichtet hatten. Im ersten Verfahren verurteilte das Gericht die Bild-Zeitung fĂŒr Franz Josef Wagners Titulierung Hermans als „dumme Kuh“ zu einem Schmerzensgeld in Höhe von 10.000 Euro. Die Überschrift „Ist Eva Herman braun oder nur doof?“ eines anderen Bild-Artikels wurde dagegen als zulĂ€ssige MeinungsĂ€ußerung bewertet.cite-ref-77[77] Im zweiten Fall urteilte das Gericht, das Hamburger Abendblatt habe Herman am 7. September 2007 falsch zitiert, und verurteilte den Verlag daher zur Unterlassung der strittigen Formulierungen, zum Abdruck einer Richtigstellung, dass es sich bei dem angeblichen Zitat nicht um Hermans Aussage gehandelt habe, und zu 10.000 Euro Schmerzensgeld fĂŒr Herman. Nach einer Berufungsverhandlung zum ersten Fall erhöhte das Oberlandesgericht Köln das Schmerzensgeld, auf das der Axel-Springer-Verlag verklagt worden war, auf 25.000 Euro. Laut UrteilsbegrĂŒndung handelte es sich um eine auch, aber nicht einzig mögliche Interpretation der „mehrdeutigen Äußerung“ Hermans, die aber als Zitat dargestellt worden sei. Das habe den Eindruck erweckt, Herman habe Positives am Nationalsozialismus hervorgehoben. Diese Tatsachenbehauptung habe ihr Persönlichkeitsrecht erheblich beeintrĂ€chtigt. FĂŒr weitere berufliche und private Auswirkungen dieser Interpretation könne Herman aber nicht allein den Springer-Verlag verantwortlich machen.cite-ref-78[78]

Im Juni 2011 gab der fĂŒr das allgemeine Persönlichkeitsrecht zustĂ€ndige VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) der Revisionsklage des Axel-Springer-Verlags statt und widersprach dem Urteil des Oberlandesgerichts. Das Persönlichkeitsrecht schĂŒtze zwar vor „unrichtigen, verfĂ€lschten oder entstellten Wiedergaben einer Äußerung“. Diese lĂ€gen hier jedoch nicht vor, da Hermans Äußerung „im Gesamtzusammenhang betrachtet gemessen an Wortwahl, Kontext der GedankenfĂŒhrung und Stoßrichtung“ nur die Deutung zulasse, „die die Beklagte ihr beigemessen hat.“cite-ref-79[79]

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) lehnte Hermans Beschwerde gegen dieses BGH-Urteil am 25. November 2012 ab: Die Entscheidung des BGH habe Herman nicht in ihren Grundrechten verletzt. Die vom Hamburger Abendblatt zitierten Äußerungen seien im Gesamtzusammenhang zu betrachten und stellten eine MeinungsĂ€ußerung dar. „Die BeschwerdefĂŒhrerin, der es nicht gelungen war, sich unmissverstĂ€ndlich auszudrĂŒcken, muss die streitgegenstĂ€ndliche Passage als zum ‚Meinungskampf‘ gehörig hinnehmen.“cite-ref-80[80] Der EuropĂ€ische Gerichtshof fĂŒr Menschenrechte wies ihre Beschwerde dagegen im Dezember 2018 als unzulĂ€ssig zurĂŒck. Damit war ihr langjĂ€hriger Versuch endgĂŒltig gescheitert, die ersten Presseberichte ĂŒber ihre Aussagen von 2007 und die KĂŒndigung des NDR als rechtswidrig darzustellen.cite-ref-81[81]

Publikationen

‱ Fernsehfrauen in Deutschland. Im GesprĂ€ch mit Eva Herman. KrĂŒger, Frankfurt 2001, ISBN 3-8105-0930-2; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 2003, ISBN 3-596-15698-X.
‱ Dann kamst du. Roman. Hoffmann und Campe, Hamburg 2001, ISBN 3-455-02770-9; Heyne, MĂŒnchen 2006, ISBN 978-3-453-81163-8

‱ 2003 von Susanne Hake verfilmt, am 17. Februar 2004 in der ARD ausgestrahlt (Inhaltsangabe)

‱ Aber Liebe ist es nicht. Roman. Hoffmann und Campe, Hamburg 2002, ISBN 3-455-02771-7; Heyne, MĂŒnchen 2004, ISBN 3-453-87375-0
‱ Vom GlĂŒck des Stillens. KörpernĂ€he und ZĂ€rtlichkeit zwischen Mutter und Kind. Hoffmann und Campe, Hamburg 2003, ISBN 3-455-09405-8.
‱ mit Stephan Valentin: Mein Kind schlĂ€ft durch. Der natĂŒrliche Weg zu ruhigen NĂ€chten fĂŒr Groß und Klein. Econ, Berlin 2005, ISBN 3-430-14462-0; Ullstein, Berlin 2007, ISBN 978-3-548-36900-6
‱ Das Eva-Prinzip. FĂŒr eine neue Weiblichkeit. Pendo, MĂŒnchen / ZĂŒrich 2006, ISBN 3-86612-105-9; Goldmann, MĂŒnchen 2007, ISBN 978-3-442-15462-3
‱ Liebe Eva Herman. Briefe und Mails an die Autorin des Eva-Prinzips. Pendo, MĂŒnchen / ZĂŒrich 2007, ISBN 3-86612-125-3.
‱ Das Prinzip Arche Noah. Warum wir die Familie retten mĂŒssen. Pendo, MĂŒnchen / ZĂŒrich 2007, ISBN 3-86612-133-4.
‱ Das Überlebensprinzip. Warum wir die Schöpfung nicht tĂ€uschen können. Eva Herman im GesprĂ€ch mit Friedrich HĂ€nssler. HĂ€nssler, Holzgerlingen 2008, ISBN 978-3-7751-4884-9.
‱ Die verlorene Ehre der Eva Herman. In: Die Vierte Gewalt. Im GesprĂ€ch mit Friederike Schröter und Claus Gerlach. Kulturverlag Kadmos, Berlin 2008, ISBN 978-3-86599-069-3, S. 277–289.
‱ mit Maria Steuer (Hrsg.): Mama, Papa oder Krippe? Erziehungsexperten ĂŒber die Risiken der Fremdbetreuung. SCM HĂ€nssler, Holzgerlingen 2010, ISBN 978-3-7751-5205-1.
‱ Die Wahrheit und ihr Preis. Meinung, Macht und Medien. Kopp, Rottenburg 2010, ISBN 978-3-942016-28-5.
‱ Nahtod, Jenseits, Reinkarnation: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Eva Herman im GesprĂ€ch mit Jörgen Bruhn, Bernard Jakoby und Pascal Voggenhuber. DVD-Video. Kopp, Rottenburg 2011, ISBN 3-942016-59-1.
‱ Weltenwende. Die Gefahren der letzten Tage und der Weg ins Licht. Kopp, Rottenburg 2012, ISBN 978-3-86445-033-4.
‱ Das Medienkartell. Wie wir tĂ€glich getĂ€uscht werden. Kopp, Rottenburg 2012, ISBN 978-3-86445-030-3.
‱ Blutgericht Europa, 2019, Selbstverlag, ISBN 978-1-9990215-0-4.
‱ Altes Wissen aus Garten & KĂŒche. Kopp, Rottenburg 2024, ISBN 978-3-98992-008-8.

Literatur

‱ Arne Hoffmann: Der Fall Eva Herman: Hexenjagd in den Medien. – Lichtschlag Medien und Werbung, 2007, ISBN 978-3-939562-05-4
‱ Wolfgang Wippermann: Autobahn zum Mutterkreuz: Historikerstreit der schweigenden Mehrheit. Rotbuch, Berlin 2008, ISBN 3-86789-032-3.
‱ Marko Pfingsttag: Wer zuerst „Autobahn“ sagt, hat verloren. Der Fall Eva Herman – Eine rhetorische Argumentationsanalyse. Tectum, Marburg 2010, ISBN 978-3-8288-2335-8.
‱ Christina Mundlos: Die traditionelle Mutterrolle als Heilsversprechen: Argumentationsanalyse am Beispiel von Eva Herman und Christa Meves. Tectum, Marburg 2010, ISBN 978-3-8288-2251-1.
‱ Eva Herman im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Weblinks

Commons

: Eva Herman

– Sammlung von Bildern

Wikiquote: Eva Herman

– Zitate

‱ Literatur von und ĂŒber Eva Herman im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Eva Herman bei IMDb
‱ Website von Eva Herman

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ MiklĂłs Pataky: Eva Herman – die blonde Ostfriesin mit dem großen Selbstbewusstsein: Wie aus FrĂ€ulein Feldker „Miss Tagesschau“ wurde. In: Hamburger Morgenpost, 30. August 1999.
cite-note-22. ↑ „Herman und Tietjen“ feiert die 111. Sendung – eine Erfolgsgeschichte in guten GesprĂ€chen. Bei: NDR, 18. August 2005
cite-note-33. ↑ Auch ARD sucht jetzt Superstars. In: Netzeitung. 29. Januar 2003, archiviert vom Original; abgerufen am 13. September 2022.
cite-note-44. ↑ Sigrid Liebig: Man muss nicht mit jedem ĂŒber alles reden. In: Die Welt, 28. August 2003
cite-note-55. ↑ David Böcking: Schreiben statt sprechen: Eva Herman verlĂ€sst „Tagesschau“. In: Spiegel Online, 12. August 2006
cite-note-66. ↑ NDR trennt sich von Moderatorin Eva Herman. In: www1.wdr.de. 9. September 2007, abgerufen am 5. August 2023.
cite-note-77. ↑ Uwe Mantel: NDR wirft Moderatorin Eva Herman raus. In: DWDL.de. 9. September 2007, abgerufen am 5. August 2023.
cite-note-88. ↑ Eva Herman: 'Wir sind Schrumpfgermanen'. Bei: Kath.net, 22. Mai 2009
cite-note-99. ↑ Familyfair: Eva Herman moderiert jetzt im Internet. In: Welt Online, 11. Juni 2009
cite-note-1010. ↑ Nadine Faßhauer: Die Verschwörung der Eva Herman. In: News.de. 9. Juni 2010, archiviert vom Original; abgerufen am 12. September 2022.
cite-note-1111. ↑ Felix Huesmann: Das rechte GeschĂ€ft mit der Angst www.rnd.de, 5. Juni 2021
cite-note-1212. ↑ Eva Herman ĂŒber die Loveparade: Sodom und Gomorrha. In: SĂŒddeutsche Zeitung, 27. Juli 2010
cite-note-1313. ↑ Daniel Schulz: Eva Herman ĂŒber das Loveparade-UnglĂŒck: Gott straft die SĂŒnder. In: taz, 26. Juli 2010; Martin Wittmann: „Sex- und Drogenorgie Loveparade“: Eva Herman und die Strafe Gottes. In: Focus Online, 26. Juli 2010; Anette Hildebrandt: Eva Herman und die „Wolken der Entfesselung“. In: Welt Online, 27. Juli 2010
cite-note-1414. ↑ Eva Hermans Insolvenz: Das Pleite-Prinzip. In: Der Spiegel, 15. Oktober 2012
cite-note-1515. ↑ Die Familienverschwörung. In: SĂŒddeutsche Zeitung, 6. September 2013
cite-note-1616. ↑ „Compact“-Konferenz: Krude Thesen bei Homophoben-Veranstaltung. In: Spiegel Online, 23. November 2013
cite-note-1717. ↑ Eva Herman verteidigt Russlands PrĂ€sidenten Putin. Bei: T-Online, 5. April 2014
cite-note-1818. ↑ Hans-Martin Tillack: Merkels Presseamt beobachtet Putin-Sender „RT Deutsch“. In: Stern, 3. August 2016
cite-note-1919. ↑ „Es herrscht Propaganda“: Eva Herman wirft Medien Kriegstreiberei vor. In: Focus, 26. September 2014
cite-note-2020. ↑ Michael Butter: „Nichts ist, wie es scheint“. Über Verschwörungstheorien. Suhrkamp, Berlin 2018, ISBN 978-3-518-07360-5, S. 9 ff.; Eva Hermans wirre Thesen zur FlĂŒchtlingskrise. In: Stern, 3. August 2015
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cite-note-2323. ↑ Corona & Extremisten II: „Widerstand gegen die neue Weltordnung“. Bei: Bayerischer Rundfunk, 19. April 2020
cite-note-2424. ↑ Tod durch Hass und Hetze – Der Fall Dr. Kellermayr Bei: Weltspiegel, 27. MĂ€rz 2023
cite-note-2525. ↑ Michael Stifter: Ukraine-Krise: Was die zu sagen haben, die keiner gefragt hat, www.augsburger-allgemeine.de.
cite-note-2626. ↑ Michael Butter: Antisemitische Verschwörungstheorien in Geschichte und Gegenwart www.bpb.de, 26. November 2020
cite-note-tagesschau-2727. ↑ Cape Breton fĂŒrchtet um sein Ansehen. In: tagesschau.de, 26. Juli 2020 (Archiv).
cite-note-n-tv-929930-2828. ↑ Ntv.de, Dbe/afp: Eva Herman baut rechte Kolonie in Kanada. In: n-tv.de. 23. Juli 2020, abgerufen am 23. Juli 2020.
cite-note-2929. ↑ Bericht: Rechtes Netzwerk um Eva Herman organisiert Umsiedlungen nach Kanada. In: RND.de, 23. Juli 2020, abgerufen am 15. August 2020.
cite-note-3030. ↑ https://www.rnd.de/medien/geschafte-mit-dem-weltuntergang-der-tiefe-fall-der-eva-herman-27QZRGF46VF5FJYBF5UGM3TRKQ.html, zuletzt aufgerufen am 12. Dezember 2021
cite-note-3131. ↑ Eva Herman bei Who’s Who Germany, The People-Lexicon, abgerufen am 11. Februar 2024.
cite-note-3232. ↑ Vgl. etwa Biografie. Auf: www.doctv-berlin.
cite-note-3333. ↑ Eva Herman. Auf www.welt.de, 3. Januar 2008.
cite-note-3434. ↑ Eva Herman hat heimlich geheiratet. In: bz-berlin.de, 17. Dezember 2005
cite-note-3535. ↑ Dieter Bohlen, Katja Kessler: Hinter den Kulissen. Random House Entertainment, MĂŒnchen 2003, ISBN 3-7645-0173-1, S. 181–191.
cite-note-3636. ↑ Eva Herman von viertem Ehemann geschieden. In: Welt.de. 21. April 2016, abgerufen am 23. Januar 2021.
cite-note-3737. ↑ Andreas Popp und Eva Herman. Bei: SRF.ch / Kontext, 19. MĂ€rz 2017
cite-note-3838. ↑ GeschĂ€fte mit dem Weltuntergang: Der tiefe Fall der Eva Herman. In: rnd.de. Abgerufen am 25. Mai 2021.
cite-note-3939. ↑ Die Emanzipation – ein Irrtum?
cite-note-4040. ↑ DĂ©sirĂ©e Nick: Eva go home. Eine Streitschrift. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-17669-4.
cite-note-4141. ↑ Thomas Steinfeld: Eva Hermans „Eva-Prinzip“: Vorlautes Kind, dummes Kind. In: SĂŒddeutsche Zeitung, 11. Mai 2010
cite-note-4242. ↑ Eberhard Rathgeb: Der Eva-Knall: Warum Eva Hermans Hausfrauen-Buch doch auch sein Gutes hat. In: FAZ, 11. September 2006
cite-note-4343. ↑ Reinhard Mohr: Eva Hermans neues Buch: Rette sich, wer kann! In: Der Spiegel, 5. September 2007
cite-note-4444. ↑ Axel Klingenberg: Das wird man ja wohl noch sagen dĂŒrfen! Wie Deutschland verblödet. Andreas Reiffer, 2015, S. 27, ISBN 978-3-945715-30-7.
cite-note-4545. ↑ Dokumentation: Eva Hermans Auftritt bei Kerner im Wortlaut (1). In: Welt Online, 10. Oktober 2007
cite-note-4646. ↑ Bastian Calando: Allmacht leicht gemacht: Der Ratgeber mit GrĂ¶ĂŸenwahn! In: Neobooks, S. 41, ISBN 978-3-7427-8846-7
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cite-note-6969. ↑ Markus Ehrenberg, Sonja Pohlmann: EinstĂŒrzende ElbbrĂŒcken. In: Der Tagesspiegel, 11. Oktober 2007
cite-note-7070. ↑ Wolfgang Wippermann: Autobahn zum Mutterkreuz, Berlin 2008, S. 48 u. Anm. 54, S. 59.
cite-note-7171. ↑ „Bravo, Eva!“ – „Mutterkreuzzug“ begeistert Rechte. In: Redok. 10. September 2007, archiviert vom Original; abgerufen am 10. September 2007. ; Eva Herman: Applaus aus der rechten Ecke. In: Focus, 11. Oktober 2007
cite-note-7272. ↑ Eva Herman wehrt sich gegen DVU. In: Hamburger Abendblatt, 2. Oktober 2007
cite-note-7373. ↑ Björn Hengst: Eva Herman: Rechtsparteien buhlen um ihre Traumfrau. In: Spiegel Online, 11. Oktober 2007
cite-note-7474. ↑ Uwe Mantel: Eva Herman gibt vorerst keine Interviews mehr. In: DWDL.de. 12. Oktober 2007, abgerufen am 6. September 2023.
cite-note-7575. ↑ Schlappe vor dem Bundesarbeitsgericht. In: Focus, 31. Oktober 2009
cite-note-7676. ↑ Landgericht Köln, Az.: 28 O 10/08
cite-note-7777. ↑ Eva Herman: Schmerzensgeld von Springer. In: Meedia, 23. Januar 2009
cite-note-7878. ↑ OLG Köln, Urteil vom 28. Juli 2009, Az.: 15 U 37/09
cite-note-7979. ↑ Urteil des Bundesgerichtshofes vom 21. Juni 2011 (PDF; 127 kB); Eva Herman verliert Streit um ihre Äußerungen zur NS-Zeit. Bei: Zeit Online, 21. Juni 2011
cite-note-8080. ↑ Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen ein angebliches Falschzitat. Pressemitteilung Bundesverfassungsgericht Nr. 79/2012, 27. November 2012
cite-note-8181. ↑ Eva Herman scheitert endgĂŒltig nach Aussagen zur NS-Zeit. In: Welt Online, 20. Dezember 2018; Aussagen zu NS-Zeit: Eva Herman scheitert vor EuropĂ€ischem Gericht. (Memento vom 3. Januar 2019 im Internet Archive) In: LVZ vom 20. Dezember 2018, abgerufen am 5. August 2024 sowie Eva Herman scheitert mit Klage vor EuropĂ€ischem Gericht. In: FAZ, 21. Dezember 2018